




Am 3. März 1911 wurde die Evangelische Frauenhilfe in Werl gegründet. Das Jubiläum hat die Frauenhilfe zum 99. Geburtstag am Reformationstag 2010 schon groß gefeiert, denn jahrzehntelang ging man davon aus, dass die Frauenhilfe schon 1910 gegründet worden ist.
Im Gottesdienst am 6. März hat die geschäftführende Pfarrerin der Frauenhilfe in Westfalen, Angelika Weigt-Blätgen, aus diesem Anlass die Predigt halten.
In der Frauenhilfestunde am 9. März 2011 wurde dann noch einmal im "kleinen Kreis" der Hundertste gefeiert. Zusammen mit den Westönner Schwestern, dem Abendkreis und den neu dazu gekommenen Schwestern wurde Kaffee getrunken, mit einem Glas Sekt angestoßen und gesungen gesungen. Auch die Kinder des Martini-Kindergartens brachten ein Geburtstagsständchen. Pfarrerin Zitzmann-Rausch übergab der Frauenhilfe ein Buch über 100 Jahre Frauenhilfe in Werl.
Anlässlich dieses Jubiläums hatte sich die Frauenhilfe zum Ziel gesetzt, wieder 100 Mitglieder zu bekommen und dieses Ziel auch erriecht.
Mit dem Jubiläum im März gibt Pfarrerin Zitzmann-Rausch ihr Amt als "Frauenhilfspfarrerin" ab und wird nur noch für die Westönner Frauenhilfe zuständig sein; Grund ist die Neugestaltung der Pfarrbezirke und damit verbunden veränderte Zuständigkeiten.
Am 27. Februar 2011 wurde Pfarrer Lutz Wulfestieg in die 3. Pfarrstelle der Ev. Kirchengemeinde von Superintendent König eingeführt.
Im Anschluss lud die Gemeinde zu einem Empfang ins Haus der Begegnung ein. Vertreter von Kirche, Moschee und Kommune begrüßten ihn.






Nach über 20 Jahren wurde die Orgel in der Paulus-Kirche gründlich gesäubert und überholt.
In seiner Lokalausgabe hat der "Soester Anzeiger" am 19.02.2011 folgenden Artikel veröffentlicht:
Dieses Unikum hat die Orgel der Pauluskirche zu bieten. Und zwar meist im Verborgenen. Eine mechanische Eule, die sich über ein Gestänge aus der Orgel hinausbewegen kann und per Blasebalg ein lautes "Huhu" in den Kirchenraum ausstößt: Dieses Holz-Exemplar ist derzeit vom Orgelboden aus -- quasi der "Vogelperspektive" -- gut sichtbar, denn die Orgel der evangelischen Kirchengemeinde mit ihren 1 774 Pfeifen wird derzeit für eine Grundreinigung komplett auseinander genommen.
Die Eule hat ihre Geschichte: Noch vor der Wiedervereinigung reiste der damalige Pfarrer Manfred Rausch mehrfach in den Osten zu den Orgelbauern. Ein Treff samt Presbyterium führte die Werler Gäste auch in den Ratskeller, das Bier floss -- und der technische Leiter des volkseigenen Betriebs in Bautzen schlug Rausch aus der Bierlaune heraus vor, den Vogel einzubauen -- wo doch die Orgelbaufirma "Eule" heißt. "Ich dachte, das sei ein Scherz, auch später noch", erinnert sich Rausch. War es aber nicht. Die Firma setzte den Spaß um -- und die Eule ein. Ein Holzschnitzer in Bautzen fertigte das farblose Tier. Den Anstrich verpasste ihr später Manfred Rausch höchstselbst -- in Rot. Die Farbe eines Malers hatte er wieder entfernt. "Sie hatte ausgesehen wie ein Schützenvogel." Als "Pauline" fasziniert das Tier seither vor allem die Kinder in der Kirche. "Später gab es Eulen auch in anderen Orgeln", sagt Stephan Kremtz von der Orgelbaufirma. Ein uriges Markenzeichen mit Werler Ursprüngen also.
Anders als jener Eule bekommt anderen Vögeln der Ausflug in die Orgelwelt nicht: Eine tote Schwalbe fanden die Orgelreiniger. Das Tier hat sich verirrt und ist in eine Pfeife gefallen. Dort verendete es -- und sorgte für schiefe Töne. Die rund 20 Jahre alte Orgel ist ein Stück deutsch-deutscher Geschichte: Sie wurde zu DDR-Zeiten bestellt und zur Zeit der Wiedervereinigung in Werl aufgebaut.
Der Hinweis macht nervös: "Wenn Sie den umstoßen, ist das eine Katastrophe. Dann ist alles kaputt", sagt Klaus Pracht mit Hinweis auf den Wassereimer. Der steht im ohnehin engen Raum nur Zentimeter von den Füßen entfernt. Ihn nicht zu treffen ist eine Kunst. Der Orgelfachmann erläutert: Wasser in den Ventilen, das wäre der Tod für die Orgel. Wenn das Leder nass und dann hart wird, ist's vorbei mit schönen Tönen -- und der Anzeiger-Redakteur überlegt im Geiste schonmal, wo er haftpflichtversichert ist. Wäre interessant zu erfahren, was die Versicherung zu einer Schadensmeldung von rund 80 000 Euro wegen ein paar Litern Wasser sagen würde... Also ist "alles im Eimer" hier Pflicht.
Klaus Pracht ist das trockene Agieren auf allerengstem Raum gewohnt. Bei der Anzeiger-Stippvisite in der Orgel der Pauluskirche erklärt sein Kollege Stephan Kremtz, wie das gute Stück funktioniert. Enge? Da kann Pracht nur lachen: "Sie hätten das sehen müssen, als all die Pfeifen noch drin waren." Stimmt. Unzählige kleine Löcher zeugen davon, dass hier eigentlich die kleinen Metallstangen stecken, die für den Wohlklang sorgen. Aber "Platz" kann man die gefühlt zwei Quadratmeter in der Orgel nicht gerade nennen.
1 774 Pfeifen -- und alle werden ausgebaut, gesäubert und wieder eingebaut. Ein Riesenpuzzle. Eines, bei dem nichts schief gehen darf, damit später eben nichts schief klingt. Jede ausgebaute Pfeife hat ihren festen Platz in Kästen oder auf Stapeln. Der Orgelboden ist voll mit dem Gewirr aus Metall und Holz. Kein Problem für die Männer aus Bautzen, die mit der ersten Grundreinigung dieser Orgel befasst sind. Sie sind Orgelbauer. Und kennen das Werler Stück aus dem Effeff. "Sonst könnte man das nicht machen." Kein alltäglicher Job. "Man staunt immer wieder, welcher Aufwand bei jedem Teil nötig ist."
Wortwörtlich fein säuberlich kümmern sie sich um die kleinen und großen Stangen, Knöpfe, Boden, Holz. Staub hat sich abgelagert. Noch schlimmer: der Schimmelbefall. Der ist typisch. Wenn die Kirche geheizt wird zu Gottesdiensten und dann Menschen die Luft befeuchten, setzt sich feuchte Luft aufs Holz. Dann kühlt alles ab. Schimmel ist die Folge. Daher müssen die Pfeifen und auch die Orgel selbst mit Bekämpfungsmittel gegen Schimmel bearbeitet werden. Dass das nicht gerade gesund ist, wissen die Männer. Man schützt sich halt so weit wie möglich.
Nach dem Säubern folgt Intonieren und Stimmen.
Eine Orgel aus dem Osten -- das ist in Werl von daher bemerkenswert, dass es eine Orgelbaufirma Stockmann vor Ort gibt. "Da wollte der Pfarrer wohl Vielfalt in der Stadt", sagt Stephan Kremzt. Noch zu DDR-Zeiten wurde bei der Firma Hermann Eule Orgelbau in der Lausitz bestellt. Von dieser Firma sind auch die beiden Männer, die nun fünf Wochen in der Pauluskirche arbeiten werden. Dem Säubern folgt das Intonieren und dann auch Stimmen.






Unter der Leitung von Superintendent Hans König und Scriba Stefan Carl hat das Presbyterium am 2. Oktober 2010 Pfarrer Lutz Wulfestieg zum Pfarrer des 3. Pfarrbezirks der Evangelischen Kirchengemeinde Werl gewählt. Die Wahl war notwendig, weil Pfarrer Manfred Rausch zu Anfang des Jahres in den Ruhestand getreten war.
Am Reformationstag hat die Evangelische Frauenhilfe Werl ihr 99jähriges Bestehen gefeiret.
Von "Martin Luther" aufgefordert, stellten 5 Frauen die Arbeit der Frauenhilfe vor: Monika Tittel, Vorsitzende der Westönner Frauenhilfe, berichtete von den Besuchen bei Alten und Einsamen, Edith Voss, Kassenfüherein, erzählte von den Ausflügen. Ruth Schulz, die Vorsitzende der Werler Frauenhilfe, wies auf die rege Sammel- und Spendenfreude der Frauenhilfsschwestern hin; so finanziert die Frauenhilfe das Mittagessen für einige Kinder des Martinikindergartens. Waltraud Kluwe freut sich mittwochs immer auf das Zusammensein der Frauen: auf die Gespräche, das Singen, das Kaffeetrinken. Und Lieselotte Zoerner, Vorsitzende des Abendkreises, erinnerte daran, dass ohne die Frauenhilfe kein Fest möglich ist, weil die Frauen immer den Küchendienst übernehmen. Auch auf die Weltgebetstage, die von der Frauenhilfe mit der kath. Frauengemeinschaft abwechselnd ausgerichtet werden, wies sie hin. Für all diese Aufgaben wünschte "Luther" den Frauen ein großes Herz voller Liebe. Pfarrerin Zitzmann-Rausch, zuständig für die Frauenhilfe, nahm in der Predigt den Gedanken von der Liebe auf. Sie zitierte Luther: "Ein Glaube ohne Liebe ist nichts wert."
Konfirmanden ließen dann 99 Herzluftballons steigen. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Posaunen- und dem Kirchenchor begleitet.
Bei dem anschließenden Empfang im schön geschmückten Haus der Begegnung gratulierten Vertreter und Vertreterinnen der Gemeinde und Kreise, die Vorsitzende des Bezirksverbandes der Frauenhilfe, Frau Kayser, und der Ortsvorsitzende von Westönnen der Frauenhilfe zum Geburtstag.
Pfarrer i.R. Manfred Rausch, der lange für die Werler Frauenhilfe zuständig war, erzählte in einem Lichtbildervortrag dann aus der Geschichte.
Rita Bönigk, Margarete Born, Irene Briese, Waltraud Franke, Gisela Müller, Margarete Müller, Irene Oberschelp, Irmgard Pinno, Jutta Rösicke, Christa Sakautzki, Helene Scharf, Grete Scheel, Johanna Schmitz, Gerda Tenschert, Johanna Ulbrich, Elvira Vieregge, Barabar Werner und Wigges.








Nach 26 Jahren Tätigkeit in der Werler Kirchengemeinde ist Pfr. Manfred Rausch zum 1. Januar 2010 in den Ruhestand getreten.
In einem festlichen Gottesdienst und mit einem anschließenden Empfang im Haus der Begegnung wurde er am Sonnabend, dem 6. Februar 2010 von der Gemeinde als Pfarrer verabschiedet.
In seiner letzten Predigt über Epheser 4 sprach Pfarrer Rausch über die Heiligkeit des Christen und das Selbstverständnis des Pfarramtes. Pfarrer Ziegler leitete des Gottesdienst. Stellvertretend für viele Gemeindeglieder dankten einige ihm im Gottesdienst für seine Hilfe und Unterstützung als Seelsorger und Mensch. Der Gottesdienst wurde unter der Leitung von Kantor Werner Lindner musikalisch festlich mitgestaltet.
Beim anschließenden Empfang wurde Pfarrer Rauschs Tätigkeit als Pfarrer der Gemeinde gewürdigt. Er hatte seinen - eingeschränkten - Dienst im Oktober 1983 angetreten und sich die Stelle mit seiner Frau, Pfarrerin Zitzmann-Rausch geteilt. Seiner Initiative und seinem Engagement sind ganz wesentlich die neue Orgel, der Gemeindehausbau, die neuen Glocken u.v.m. zu verdanken. Manches trägt seine Handschrift und geht auf seine Entwürfe zurück.
Aber auch sein Engagement in Fragen der Integration und der Bekämpfung des Rassismus wurden genannt. Er habe Profil gezeigt, wurde immer wieder hervorgehoben.
2008 wurde er von der Landeskirche abberufen. Dagegen hatte er Berufung eingelegt. Die Spruchkammer der EKvW hatte die Berufung 2009 aufgehoben; allerdings blieb er weiterhin beurlaubt.
Pfarrer Rausch wird auch in Zukunft im Pfarrhaus neben der Paulus-Kirche wohnen; seine Frau, Pfarrerin Zitzmann-Rausch, bleibt im Amt.
In den kommenden Wochen wird sich das Presbyterium um die Neubesetzung seiner Stelle bemühen.












Mit einem großes Fest hat die Gemeinde das Reformationsfest gefeiert.
Kindergartenkinder, Konfirmanden, Presbyter, Senioren, Posaunen- und Kirchenchor und die Jugendband haben den Gottesdienst gestaltet. Im Anschluss wurde zum Lutherbuffet ins Haus der Begegnung eingeladen. Klaus Witthinrich, ein Kirchenkabarettist, trat anschließend auf. Unter "Aktuelle Bilder" gibt es noch mehr zu sehen.

In der ersten Adventswoche fand die Adventsfeier für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde statt. Viele waren der Einladung ins festlich geschmückte Haus der Begegnung gefolgt.
Nach dem Kaffeetrinken gab es ein kleines Programm, an dem sich viele beteiligten.









Auf Vorschlag des 8. Senats am OVG für das Land NRW hat das Presbyterium am 09.02.2009 einem Vergleich im sog. „Glockenstreit“ zugestimmt:
Die Kirchengemeinde verzichtet auf das viertelstündliche Zeitschlagen. Das stündliche Zeitschlagen findet nur von 8.00 Uhr-19.00 Uhr (jeweils einschließlich) statt.
Die Kirchengemeinde ist berechtigt, das sakrale Geläut im bisherigen Umfang entsprechend der derzeitig geltenden Läuteordnung fortzusetzen.
Zu diesem Vergleich ist es nach Jahren der gerichtlichen Auseinandersetzung gekommen, weil Anwohner die Kirchengemeinde erst wegen des Zeitschlagens und dann wegen der Lautstärke des Geläuts überhaupt verklagt hatten.
Da die Kläger dem Vergleich inzwischen auch zugestimmt haben, ist er rechtswirksam.
Der Martini-Kindergarten hat eine großzügige Spende von einem Gemeindeglied erhalten. Anlässlich seines Geburtstages hatte er sich Geld für die gute Arbeit in der Einrichtung der Gemeinde erbeten. "Die Spirituosen von meinem 50. Geburtstag stehen noch im Keller", sagte er bei der Übergabe von 750 € an die Leiterin des Kindergartens. Das Geld geht an den Förderverein des Martini-Kindergartens. Spielgeräte, aber auch besondere Veranstaltungen werden damit finanziert.
Vor einigen Monaten hatte der Kindergarten schon einmal eine größere Spende erhalten. Eine Frau aus dem Seniorenkreis hatte verfügt, auf die ihr bei ihrem Tod zugedachten Kränze zu verzichten und das Geld dem Kindergarten zukommen zu lassen. Mit dieser Spende konnte u.a. der Besuch eines Kamels anlässlich des Kinderbibelprojektes "Josef und seine Brüder" finanziert werden, eine Aktion, die den Kindern große Freude bereitet hatte und die biblische Geschichte - hoffentlich - in lebendiger Erinnerung hält.
Die Spruchkammer der EKvW hat die Abberufung von Pfr. Manfred Rausch aufgehoben. Die Kirchenleitung hat inzwischen mitgeteilt, gegen das Urteil der Spruchkammer in Berufung zu gehen. Die Beurlaubung von Pfr. Rausch besteht weiterhin.
Seit der Beurlaubung und auch nach der Abberufung von Pfr. Rausch treffen sich jeden Sonntag um 9 Uhr Gemeindeglieder im Haus der Begegnung, die für den Frieden in der Gemeinde beten.
Die Kirchenleitung der Ev. Kirche von Westfalen hat durch die Pressestelle des Landeskirchenamtes der Werler Öffentlichkeit mitgeteilt: „Manfred Rausch ist aus seiner Pfarrstelle der Ev. Kirchengemeinde Werl abberufen. Das hat die Kirchenleitung der Ev. Kirche von Westfalen am 14.8.2008 beschlossen“. Des weiteren heißt es in der Presserklärung: „Das Leitungsgremium (d.i. die Kirchenleitung) war zu der Überzeugung gelangt, dass die Gemeinde bei einem weiteren Verbleiben des Pfarrers Rausch in seiner Stelle…führungslos würde…Die Kirchenleitung will…nicht das Risiko eingehen, dass erneut Presbyter resignieren. Dann würde die Gefahr heraufbeschworen, dass die Gemeinde ohne Leitungsgremium ist…Die drohende Führungslosigkeit der Gemeinde ist eine objektive schwerwiegende Störung.“ Die Landeskirche habe also aus Fürsorgepflicht für die Ev. Kirchengemeinde Werl gehandelt, indem sie Pfr. Rausch, der seinen Dienst seit 1983 in der Gemeinde versieht, aus seiner Stelle abberuft. Alle Maßnahmen zur Lösung von Konflikten mit dem 2007 zurückgetretenen Presbyterium wären ohne Erfolg geblieben.
Das 2008 eingeführte Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Werl hatte nach der Einleitung des Abberufungsverfahrens gegen Pfr. Manfred Rausch und seine Beurlaubung am 20.5.2008 einen Beschluss gefasst, Pfr. Rausch möge im Amt bleiben, da man voraussichtlich gut mit ihm zusammen arbeiten werde können. Diese Auffassung und das Vertrauen des Presbyteriums zu Pfr. Rausch waren auch dem Landeskirchenamt ausführlich dargelegt und erläutert worden.
Die pfarramtliche Versorgung der Kirchengemeinde Werl sei nach der Stellungnahme des Pressedienstes der Ev. Kirche von Westfalen gesichert. Die entstandene Lücke in der pfarramtlichen Versorgung wird bislang auf Weisung des Superintendenten durch die Pfarrer Lichterfeld und Ziegler und Pfarrerin Zitzmann-Rausch geschlossen. Pfr. Christoph Fleischer unterrichtet die Katechumenen des Nordbezirks.
Wir geben in nichts irgend einen Anstoß, damit unser Amt nicht verlästert werde; sondern in allem erweisen wir uns als die Diener Gottes, als die Gezüchtigten und doch nicht getötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich.
2. Korinther 6, 3f.9f
(aus einer Einführungsagende eines Pfarrers)
Liebe Gemeinde,
die meisten von Ihnen werden aus der Presse erfahren haben, dass Pfarrer Manfred Rausch aus seiner Stelle abberufen worden ist. Die Landeskirche begründet ihre Entscheidung damit, dass die Gemeinde bei einem weiteren Verbleiben von Pfarrer Rausch in seinem Amt führungslos würde, weil über kurz oder lang die Presbyter/innen in der Zusammenarbeit mit ihm resignieren werden.
Dieser Befürchtung schließt sich das Presbyterium nicht an.
Wir möchten auch möglichen Spekulationen entgegentreten, dass es andere als die genannten Gründe geben könne, die zur Abberufung von Pfarrer Rausch geführt haben und haben Pfarrer Rausch unser Vertrauen ausgesprochen. Pfarrer Rausch hat in den letzten 25 Jahren verantwortungsvoll und zum Wohle der Gemeinde seinen Dienst hier getan und wir wollen ihn als Pfarrer nicht verlieren. Das werden wir auch der Landeskirche mitteilen.
Wir möchten Sie herzlich bitten, der Gemeinde nicht aus Enttäuschung über diese Vorgänge den Rücken zu kehren oder aus der Kirche auszutreten. Gerade in dieser schweren Zeit wollen wir zusammenhalten und nicht resignieren. Wir jedenfalls stehen zu unserem Gelöbnis bei der Einführung.
Werl, den 22. August 2008
Ihr Presbyterium
Evangelische Kirchengemeinde Werl
Günter Krause
Stellvertretender Vorsitzender

Im Gottesdienst am 22. Februar wurden Anja Heinrich und Margarete Plaßmann ins Presbyterium eingeführt. Sie gelobten vor Gott und der Gemende, zusammen mit den Pfarrern und den übrigen Presbytern sich für das Wohl der Gemeinde einzusetzen. Mit Anja Heinrich und Margarete Plaßmann besteht das Presbyterium nun aus 11 Presbyter/innen und 2 Pfarrern/in. Ordentlicher Mitgliederbestand sind 12 Presbyter/innen und 3 Pfarrer/innen.





Das Presbyterium hat Sascha Twesten ins Presbyterium nachberufen. Die Einführung fand im Gottesdienst am 2. Advent 2009 statt.
Sascha Twesten ist 39 Jahre alt, Ingenieur, verheiratet und Vater von 5 Kindern. Die Familie stammt aus Lüneburg und ist seit einigen Jahren im Werler Norden zuhause.




Am Pfingstsonntag 2009 wurden Annegret Zimmer und Hans Werner Thiel in einem feierlichen Gottesdienst in ihr Amt als Presbyter eingeführt.
Annegret Zimmer konnte wegen eines Kuraufenthaltes nicht am Sonntag nach Ostern, dem von der Landeskirche festgesetzten Einführungstermin, anwesend sein. Hans Werner Thiel wurde nachberufen.

Seit dem Herbst 2008 ist Werner Lindner aus Soest neuer Organist und Kirchenchorleiter.
Werner Lindner ist verheiratet und von Beruf Lehrer. Er war vorher viele Jahre als Organist in Schwefe tätig. Die Gemeinde freut sich, ihn als Nachfolger von Klaus Haffke gewonnen zu haben.
Werner Lindner begleiet die Gottesdienste an der Orgel und leitet dienstags die Chorproben sowie die Aufführungen des Kirchenchors.

Der Martini-Kindergarten steckte noch in seinen Anfängen als Isolde Gerstemeyer – damals noch Isolde Hagedorn – zu dem Team stieß. Sie begann als Kinderpflegerin ihren Dienst. Die Freude am Umgang mit Kindern hatte sie bewogen, diesen Beruf zu ergreifen. 12 Jahre später bildete sie sich nebenberuflich zur Erzieherin weiter. Seit 2001 ist sie Leiterin des Martini-Kindergartens und damit „Chefin“ von 8 Mitarbeiterinnen.
Die Arbeit als Erzieherin hat sich in den vergangenen 30 Jahren immer wieder verändert, die Anforderungen sind gewachsen; der gesellschaftliche Wandel ist auch und gerade im Kindergartenbereich zu spüren. Zwar wird der Bildungsauftrag groß geschrieben, gleichzeitig stellen sich durch die Betreuung von Klein-kindern ganz andere Aufgaben. Heute ist der Kindergarten schon ab 7 Uhr geöffnet, Kinder können ein Mittagessen bekommen, Eltern buchen zwischen 25 und 45 Wochenstunden für ihre Kinder, Dienstpläne der Mitarbeiterinnen müssen aufeinander abgestimmt werden. Dadurch nimmt die Verwaltung einen wesentlich breiteren Raum ein als früher. Für Isolde Gerstemeyer aber steht die Freude an der Arbeit mit den Kindern immer noch im Mittelpunkt.
In einem Familiengottesdienst am Erntedanktag hat die Gemeinde, Trägerin des Kindergartens, Isolde Gerstemeyer für ihre Arbeit gedankt und ihr Gottes Segen für die Zukunft gewünscht.

Im Rahmen der Visitation des Evangelischen Kirchenkreises Soest durch die Evangelische Landeskirche von Westfalen fand am 21.4.2008 die Pfarrkonferenz im Haus der Begegnung statt. Nach der Andacht, die Superintendent König hielt, hatten die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises Gelegenheit, Fragen an den Präses zu stellen. Er wies auf die sich verändernden Strukturen in der Kirche hin



Im Gottesdienst am 31. Mai 2009 wurde in der Paulus-Kirche und im Haus der Begegnung das Fest der Goldenen Konfirmation gefeiert. In einem feierlichen Gottesdienst, der vom Posaunenchor unter der Leitung von Wilfried Pankauke mitgestaltet wurde, erinnerten sich Männer und Frauen ihrer Konfirmation im Jahr 1958 durch Pfarrer Müller in der alten Kirche. Damals wurden 61 junge Menschen eingesegnet. (Es war übrigens die letzte Konfirmation von Pfarrer Müller in Werl. Kurz darauf trat er in den Ruhestand.)
Pfarrerin Zitzmann-Rausch sprach im Gottesdienst jedem "Konfirmanden" noch einmal seinen Konfirmationsspruch zu und bat um Gottes Segen für die Zukunft.
Vor dem Gottesdienst hatte ein Vorbereitungsteam die Kaffeetafel im Haus der Begegnung gedeckt und es gab reichlich Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und vom weiteren Ergehen zu berichten. Viele hatten Photos und Poesiealben mitgebracht. Nach dem Gottesdienst traf sich die Gruppe zum gemeinsamen Abendessen.
Der Einladung waren gefolgt: Heidemarie Arth, geb. Fredrich, Sigrid Büsching, geb. Föst, Renate Fritz, geb. Hoffmann, Elfriede Schobernd, geb. Junecke, Johanna Schmidt, geb. Vogt, Jutta Hoffmann, geb. Schneider, Hannelore Lemsky, geb. Sodenkamp, Erhard Gerstenberg, Dieter Pawliczak, Manfred Schäfer, Günther Schemien.
Das Krippenspiel gehört zu den Höhepunkten im gottesdienstlichen Jahr. Konfirmanden gestalten es mit, aber auch die Gemeinde mit ihrem Gesang und die vielen Helfer, die entweder die Herbergssuche mitsingen, die Beleuchtung übernehmen, das Pony zur Verfügung stellen, die Darsteller ankleiden oder anschließend alles wieder aufräumen.



Josef, der zweitjüngste Sohn Jakobs aus dem Land Kanaan, wurde von seinen Brüdern an eine Karawane, die nach Ägypten zog, verkauft. Dort stieg er zum Stellvertreter des Pharao auf.
Im Martini-Kindergarten haben wir zu dieser alttestamentlichen Geschichte im Februar 2008 ein dreiwöchiges Kinderbibelprojekt durchgeführt. Pfarrerin Zitzmann-Rausch erzählte fortlaufend die Geschichten, im Kindergarten wurde dazu gebastelt, gemalt, gesungen, getöpfert und gekocht. Abschluss der Reihe war ein Familiengottesdienst am 1. März, in dem die Kinder die letzte Geschichte im Rollenspiel darstellten.
Bei der Vorbereitung des Kinderbibelprojekts kam die Idee auf, nach einem echten Kamel Ausschau zu halten, schließlich war Josef von seinen Brüdern an eine Karawane verkauft worden. Es war gar nicht so schwer, eines zu finden.
Tagelang fragten die Kinder, wie oft sie noch schlafen müssten, bis das Kamel käme. Und dann war es da, ließ sich geduldig die Kinder zwischen die Höcker setzen und spuckte nur die Pfarrerin an.






Nach 16 Jahren Kantorendienst in der Paulus-Kirche wird Klaus Haffke Organist und Chorleiter in der Wiesenkirche in Soest.
Klaus Haffke kam 1991 nach Werl. Nach dem Tod des langjährigen Organisten Hans Scharf hatte es viele Jahre keine wirkliche Kontinuität an der Orgel und beim Kirchenchor gegeben. Es fehlte auch ein gutes Instrument, das gute Organisten auf Dauer gebunden hätte. Mit der neuen Eule-Orgel wurde das anders.
Klaus Haffke ließ die Orgel brillieren, jubilieren, dröhnen oder weinen; die Strophen der Lieder registrierte er vom Inhalt her immer unter-schiedlich. „Toccata und Fuge“ von Bach war besonders zu Ostern ein schon freudig erwartetes Orgelnachspiel.. Und wer die Orgelvorspiele zu „Ein feste Burg ist unser Gott“, „Die Nacht ist vorgedrungen“ oder „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ einmal gehört hat, wird sie nicht vergessen. Besonders den Kindern wird Klaus Haffke fehlen. Er war Paulines (die Holzeule in der Orgel) Sprachrohr und ließ die Kinder im Schul- und Kindergottesdienst wissen, wie die Eule in der Orgel sich so fühlt – z.B. wenn sie zu leise sangen oder gar vergessen hatten, sie zu rufen.
Ihm selbst hat die annehmende Atmosphäre in der Gemeinde, das Interesse an der Kirchenmusik und die Anerkennung seiner Arbeit gefallen. Er habe sich sehr wohl gefühlt, betonte er.
Konfirmandenwochenende 2007
Die Konfirmanden des Nordbezirks haben mit ihrer Pfarrerin Zitzmann-Rausch zum Kennenlernen ein Wochenende im Haus der Begegnung verbracht. Es wurde miteinander gegessen, gespielt und getobt. Dass es keinen Schlaf gab, versteht sich von selbst...


„Geh aus mein Herz und suche Freud“ war am Sonntag das Thema des Gottesdienstes in Westuffeln, der vom Bläserkreis begleitet wurde. Der Leiter der Einrichtung, Michael Neuhaus, hatte als Mitglied des Gemeindebeirats dorthin eingeladen und den Tag mit Pfr. Manfred Rausch vorbereitet. Zu Fuß oder mit der Kutsche waren die Gottesdienstbesucher dorthin gekommen. Für viele war es der erste Besuch in der Jugendhilfeeinrichtung, die von Michael Neuhaus vorgestellt wurde. Was die Besucher sahen und hörten, widersprach in jeder Hinsicht der herkömmlichen Vorstellung von einem Kinderheim. Nach dem Gottesdienst boten Mitarbeiter/innen von Westuffeln Suppe und Würstchen an. Für die Kinder war die Kutsche die größte Attraktion. Die Gemeinde dankte mit einem großen Blumenstrauß und einem Gutschein für die Bepflanzung der Beete um die neuen Häuser.




1607 wurde der wohl bekannteste Kirchenliederdichter Paul Gerhardt geboren. In Gruppen und Kreisen beschäftigte sich die Gemeinde mit ihm, seinem Leben und Glauben in den schweren Zeiten des Dreißigjährigen Krieges.
Auch für die Konfirmanden des Werler Nordbezirks stand Paul Gerhardt in ihrem Vorstellungsgottesdienst im Mittelpunkt; die Gemeindeband "Gegenwind" interpretierte das Lied "Geh aus mein Herz" musikalisch eigens dafür neu.
Im Herbst dann fand mit dem oekumenischen Singekreis unter der Leitung von Wilfried Pankauke ein Gottesdienst statt, bei dem die Gemeinde mit Paul-Gerhardt-Liedern durch das Kirchenjahr geführt wurde.